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Unsri Heimet

Unsri Heimet – do sin m'r d'heim ! Das Elsass, unsri Heimet !

Der Bürgermeister der Stadt Schiltigheim, Jean-Marie Kutner (UDI), hat heute seiner Stellvertreterin Andrée Münchenbach (Unser Land) all ihre Prokuren entzogen, da er der UL-Landesobfrau vorwirft, daß sie beim zweiten Wahlgang der Bezirkstagswahlen im Kanton Schiltigheim die andere ebenfalls aus der Schiltigheimer Gemeinderatsmehrheit stammende Kandidatin Danielle Diligent nicht unterstützt hat. Die elsässisch-autonomistische Partei Unser Land hatte ihre Wähler aufgerufen, lediglich weiße Zettel mit dem UL-Parteilogo in das Kuvert einzufügen… Ferner moniert Kutner die «Entgleisungen» der Autonomisten, seitdem diese sich gegen die Zwangsfusion engagiert haben. Frau Münchenbach bedauert, daß Kutner die Vielfalt seiner Gemeinderatsmehrheit nicht mehr zu schätzen wisse und freut sich auf die wiedergewonnene Redefreiheit.

Quelle : Hytt Morje

Französische Lügenpresse am Werk im Elsaß

Posted on février 22nd, 2015 by Klapperstein

Die letzte Sendung «La Voix est libre» des staatlichen französischen Fernsehsenders France 3 im Elsaß war beinahe eine Karikatur dessen, wie die französische Lügenpresse seit Jahrzehnten in Elsaß-Lothringen wirkt.

Angesichts der bevorstehenden Bezirkstagswahlen, wo die 2010 gegründete elsässisch-autonomistische Partei Unser Land – Nachfolgerin der 1988 gegründeten Elsässischen Volksunion) – in 22 von 40 Kantonen kandidieren wird, fragt die Moderatorin der Sendung, Géraldine Dreyer, apriori rein rethorisch: «Wer ist Unser Land? Wo stellt man sie auf dem politischen Spielfeld?» So weit so gut, die objektiv erwartete Antwort wäre in etwa gewesen: «Es ist eine elsässisch-autonomistische Partei, die sich ansonsten zwischen mitte links und mitte rechts positionieren läßt.»

Für Edouard Cousin, der das Büro der französischen Tageszeitung L’Alsace in Mülhausen leitet und anscheinend nicht die geringste Ahnung über das politische Leben im Elsaß hat, «ist [es] schwierig zu sagen… Unser Land, also spricht man Ökologie, Zentrismus… Das ist der Kern von Unser Land, aber gleichzeitig stellt man fest, daß sie nun auch regionalistische Standpunkte vertritt, die bisher von der Front National von [Patrick] Binder vertreten waren, zum Beispiel, somit ist es nicht leicht zu definieren, wer diese Leute sind. Dann, ob diese Bewegung die kommenden Wahlen überleben wird… nichts ist weniger sicher.»

Nein, es ist kein Scherz… Er hat das wirklich gesagt… Er hat wirklich so getan, als würde er das wirklich meinen. Nicht einmal ironisch! Er scheint wirklich plötzlich zu entdecken, daß eine Partei, die einen deutschen Namen – Unser Land – trägt und sich selber als elsässisch-autonomistisch bezeichnet, «regionalistisch» ist. Natürlich ist sie das nicht, sondern sie ist eben «autonomistisch»… aber da dieses Wort die Franzosen und elsässischen Französlinge irgendwie erschreckt, benutzen sie lieber das verniedlichende Wort «regionalistisch» dafür.

Im Klaren, entweder hat er überhaupt keine Information über Unser Land – was ein Armutszeugnis für einen Journalisten darstellt, oder er lügt einfach… genauso wie sein in Straßburg wirkender Kollege Michel Arnould, der mich im März 2011 – als ich bei den Bezirkstagswahlen im Kanton Illkirch-Grafenstaden kandidierte – interviewte und danach einfach dreist Äußerungen als die meinigen veröffentlichte, die ich freilich niemals getätigt hatte! So weit für die journalistische Deontologie dieser Schreiblinge…

Sein Kollege Pierre France von Rue89 Strasbourg – sein Familienname verrät ja gleich, wofür er steht… – stellt sich ein ganz bißchen weniger dumm an: «Es ist eine Bewegung, die sich durch einen kleinen gemeinsamen Nenner definiert; es ist eine Bewegung, die den Pariser Zentralismus ablehnt; es ist eine Bewegung, die die Reform [der Regionengrenzen] ablehnt; es ist eine Bewegung der Abschottung, man muß es sagen, und es ist eine Bewegung, auf der die bürgerlichen Mandatare im Elsaß gesurft haben und ihr ein Ausmaß gegeben haben, das sie nicht hatte und dessen sie niemals geträumt hatte, so ist es. Also nun freilich, so lange sie in der Opposition sind, werden sie ein bißchen Widerhall finden; falls sie aber [ein Amt ausüben] würden, wäre es gleich vorbei, denn Identität ist kein Programm.»

Wo hat er bitte schön gesehen oder geträumt, daß Unser Land eine Bewegung der Abschottung ist? Zu seiner Information verdankt Unser Land den aktuellen Rückenwind nicht der elsässischen Filiale der UMP sondern eher der französischen sozialistischen Regierung, die die elsässische Bevölkerung ohne Not mutwillig brüskiert hat. Ferner ist es keinesfalls bewiesen, daß Frau Münchenbach oder Herr Trouillet schlechter wären, als die anderen Mandatare der SP oder der UMP. Frau Münchenbach vertrat schon mal den Kanton Schiltigheim im Bezirkstag und tat ihre Sache auch nicht schlechter als die anderen.

Schließlich hat Unser Land wohl ein Programm, das sich nicht nur mit der elsässischen Identität befaßt. Ein Journalist, der diese Bezeichnung verdienen würde, hätte sich im voraus informiert, statt einfach einen Quatsch zu behaupten. Für solche Desinformation gibt es in der Tat nur ein Wort: Lügenpresse!

Karl Goschescheck

Quelle : Hytt Morje

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