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René Woerly (1928-2012): ein Widerstandskämpfer hat uns verlassen

Posted on octobre 24th, 2012 by Klapperstein

René Woerly war am 15. Hornung 1928 als Sohn des Winzers Raphael Woerly und seiner Frau Katharina, geb. Bauer, in der Gemeinde Erlenbach im unterelsässischen Weilertal geboren worden. Er ist am 19. Oktober 2012 ebendort gestorben.

Gemeinsam mit dem Oberschlesier Ewald Jaschek und dem Breitenbacher Schnapsbrenner Peter Rieffel – dessen Vater 1938-1943 Bürgermeister der Weilertaler Gemeinde gewesen war und deswegen 1945 von den französischen Eroberern mit Tausenden anderen Elsaß-Lothringern im Konzentrationslager Struthof unter schwersten Bedingungen inhaftiert worden war – bildete er in den 1970er Jahre die „Elsässische Kampfgruppe Schwarze Wölfe“ (EKSW), die 1976 einen Brandanschlag gegen das Museum des Konzentrationslager Struthof-Natzweiler verübten, das die Inhaftierung von sich zum Deutschtum bekennenden Elsaß-Lothringern bis heute verschweigt.

Am 9. Dezember 1980 sprengten sie das Denkmal des französischen Marschalls Turenne im oberelsässischen Türkheim, das im September 1932 vom französischen Besatzer errichtet wurde, den Sieg der französischen Eroberer unter besagtem Turenne bei Türkheim am 5. Jänner 1675 gegen die deutschen kaiserlichen Truppen unter Friedrich-Wilhelm I. von Brandenburg feiert und das Massaker an der elsässischen Bevölkerung durch die französischen Schergen stillschweigend verherrlischt.

Einige Wochen später, am 16. März 1981, sprengten Sie das Denkmal der sog. „Résistance“ auf dem Staufenberg oberhalb Thanns, ein überdimensioniertes Lothringer Kreuz aus Beton. In einem Bekennerschreiben erklärten die Widerstandskämpfer, das 1949 „von den Kolonisten und ihren Kollaborateuren errichtete“ Monument diene dazu „für alle Zeiten den Haß gegen die deutsche Nation wachzuhalten [...] Wir fordern Deutschunterricht in allen Schulklassen ohne Ausnahme. Unsere Heimat und unsere Sprache gehören uns Elässern und nur uns.“

Nachdem das Monument vom französischen Besatzer sehr rasch danach wieder errichtet worden war, sprengten sie es am 20. September 1981 ein weiteres Mal. In ihrem Bekennerschreiben schrieben sie u.a. „1681–1981: 300 Jahre französischen Kolonialismus im Elsaß, sind 300 Jahre zu viel! Die Eroberung von Elsaß-Lothringen war damals keine Befereiung sondern völkerrechtwidriger Raub. Wir fordern Deutschunterricht in allen Schulen von Elsaß-Lothringen. Wir lassen unsere Muttersprache und Kultur nicht unterdrücken.“ und zitierten dabei auch das Wort der Elsaß-Lothringischen Partei (ELP, 1936-1940): „Wir wollen sein ein freies Volk, in eigenem Land!“

Die drei Widerstandskämpfer wurden Unvorsichtigkeiten in der internen Kommunikation ein paar Wochen später am 14. Oktober 1981 verhaftet. Ihr Prozeß fand im Juni 1982 im oberelsässischen Mülhausen statt; Ewald Jaschek und René Woerly bekamen 7 Monate Haftstrafe, während Peter Rieffel – als Anführer der Gruppe - zu 3 Jahren Gefängnis und einer Geldstrafen von einer Million Franken verurteilt wurden.

Quelle : Neues Elsass-Lothringen

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