3.0.1" />
Unsri Heimet

Unsri Heimet – do sin m'r d'heim ! Das Elsass, unsri Heimet !

Die Elsässer in Frankreich: ein Vortrag von A. Munchenbach (UL)

Posted on avril 12th, 2012 by Klapperstein

Geographie wie Geschichte machen aus dem Elsass ein Land, dessen Schicksal von Deutschland und Frankreich bestimmt worden ist. Ursprünglich von germanischer Kultur und Sprache, gehören die Elsässer seit Ludwig dem XIV. – mit einer wichtigen Unterbrechung zwischen 1870 und 1918 und auch zwischen 1940 und 1945 – zu Frankreich, wo es aber keine offizielle Anerkennung für Minderheiten gibt.

Die Elsässer sind in einer ähnlichen Lage wie die Bretonen, die Basken oder die Okzitaner in einem zentralisierten Staat, der die Vielfalt seiner Völker nicht angemessen schätzt. Aber fürs Elsass ist die Lage als Minderheit noch unbehaglicher und schwieriger, weil seine Sprache und Kultur die des angeblichen „Erzfeindes“ sind.

Ausserdem scheint die Integrierung dieses Fremdkörpers für manche „Innerfranzosen“ noch nicht erledigt zu sein. Vor einigen Monaten machte der Präsident Sarkozy während eines Besuchs im Elsass in der Stadt Truchtersheim einen interessanten Lapsus: er verwechselte Alsace und Allemagne…

In meinem Vortrag spielt die Geschichte eine wichtige Rolle. Ich betrachte sie unter 3 Aspekten:
- Zentralismus und Gleichheitswahn
- die verschwiegene Geschichte
- die verschandelte Regionalsprache

Danach gehe ich auf möglich Zukunftsszenarien ein:
- ein neuer Landtag?
- dezentralisierte Politik

Zentralismus und Gleichheitswahn

Der französische Zentralismus ist die Folge der absoluten Monarchie. Verschiedene Provinzen mit ihren Eigenheiten und Sprachen wurden durch Eroberungskriege oder Heiratspolitik zusammengeführt, um das Königreich zu bilden. Die Französische Revolution hätte zum Föderalismus führen können, wonach die Girondins strebten. Aber die Jakobiner setzten sich durch. Sie vollendeten den Zentralismus und erzwangen eine künstliche Einheit unter dem Motto der Gleichheit und der Brüderlichkeit. Aber Freiheit für die regionalen Eigenschaften sollte es keine mehr geben!

Frankreich war zwar ein Staat. Um daraus eine Nation zu schmieden, wurden Zentralismus und eine einheitliche Sprache benötigt.

Die Jakobiner schafften die Provinzen mit ihren Eigenarten ab und zerteilten sie in Departements, wo später die Präfekte die Zentralmacht vertreten sollten. 1794 stellt Abbé Grégoire fest: «Wir haben keine Provinzen mehr, dennoch erinnern die Dialekte an die Provinzen. Von insgesamt 83 Departements wird nur in 15 exklusiv französisch gesprochen. Nur 3 Millionen von 25 Millionen Franzosen sprechen französisch».

Der Nationalkonvent bestimmte im Jahr 1795: „Die Republik ist einig und unteilbar. Sie kennt nur eine Nationalsprache.“ Das übersetzt ein gewisser Lacoste de Buschweiler mit dem Vorschlag, einen Viertel der Elsässer zu enthaupten, um die übrigen Dreiviertel zu zwingen, französisch zu sprechen…

Das richtige Motto, das sich für die Jakobiner hinter den Prinzipien Gleichheit und Brüderlichkeit verbirgt, ist vielleicht: nur einen Kopf, oder gar keinen… Im totalitaristischen Sinne der Worte des Abbé Grégoire: „Alle Bürger in der nationalen Masse zu verschmelzen», um «das Spiel der politischen Maschine zu erleichtern“. Gleichheit und Brüderlichkeit führt da zu Klonen, die einfacher zu verwalten sind… Im Sinne des Buchs von Aldous Huxley „Schöne neue Welt“.
Die Dritte Republik (1871-1940) vollendete das Werk der Jakobiner. Sie vervollständigte die republikanische, laizistische und nationale Ideologie durch ein einheitliches Bildungssystem.

Seit damals gibt es offiziell nur EINE Sprache und nur EINE Geschichte. Allen französischen Kindern wird dieselbe Lektüre der Geschichte beigebracht: unsere Vorahnen sind die Gallier… Die Geschichtsbücher werden auf nationaler Ebene geschrieben. Sie lehren eine vereinheitlichte Nationalgeschichte.

Die verschwiegene Geschichte

Den kleinen Elsässern wird verschwiegen, dass das Schicksal ihrer Region erst seit dem 17. Jahrhundert mit Frankreich verbunden ist, und zwar seit dem gewaltsamen, von Ludwig XIV. geführten Eroberungskrieg. Den Gewalttaten seiner Armeen und seiner Feldherren wurden auch die Regionen jenseits des Rheins ausgesetzt. Und die haben es nicht vergessen…

Komischerweise werden manche dieser Übeltäter im Elsass durch Denkmäler verehrt. Die Stadt Türkheim wurde 1675 völlig vernichtet und seine Bevölkerung den schrecklichsten Missetaten ausgesetzt: dem dafür verantwortlichen Feldherrn Turenne („Metzger von Türkheim“, „Brandstifter der Pfalz“) wurde 1932 ein Denkmal errichtet. (Der elsässische General Kleber, der unter der Terrorherrschaft die ethnische Säuberung in der Vendée vollführte, wurde 1840 mit einer Statue auf dem bekanntesten Platz Strassburgs geehrt… )

Die von der französischen Eroberungsarmee vollführten Zerstörungen sollten wahrscheinlich dazu beitragen, die historische Vergangenheit auszulöschen und den Mythos eines ewigen und mächtigen Frankreichs zu erzeugen. Alle alten mittelalterlichen Burgen, die um das Rheintal gebaut worden waren, litten oder wurden durch die Armeen Ludwig XIV. zwischen 1674 und 1679 zerstört. Von der glorreichen Vergangenheit der Stadt Hagenau sollte kein Stein mehr zeugen: die ehemalige Hauptstadt des Kaisers Friedrich Barbarossa wurde völlig zerstört und verbrannt, als wollte man die Vergangenheit und die Geschichte VOR der französischen Gegenwart verwischen.

Es herrscht in Frankreich eine Art Schwindel bzw. Betrug über die Geschichte. Vielleicht eine Art Grössenwahn, der für die Ausstrahlung Frankreichs keine Schranken duldet. Stellt man irgendeinem französischen Schüler Fragen über Karl den Grossen, so erfährt man, dass Charlemagne,der Kaiser des Heiligen Römischen Reichs, selbstverständlich französisch gesprochen und in einer Stadt namens Aix-la-Chapelle gelebt habe. Von Aachen und der deutschen Wirklichkeit des Kaisers: keine Ahnung! Dass Clovis und die Franken Germanen waren und nicht „französisch“ sprachen, wird verschwiegen.

Im Elsass erfährt man in der allgemeinen Schulbildung nichts von der Besonderheit der regionalen Geschichte und der Verbundenheit mit der deutschen Sprache. Nichts von der Ausstrahlung, der Kultur, dem Wohlstand und der politischen Emanzipation seiner Städte während des Mittelalters und der Renaissance im Rahmen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.

Besonders wichtige Aspekte der Zeit nach 1870 und bis zum 2. Weltkrieg werden verschwiegen. Die sozialen Fortschritte und die errungene politische Selbständigkeit unter Kaiser Wilhelm II, die 1911 zu einem elsässischen-lothringischen Landtag und einer eigenen Verfassung führten, sind der grossen Mehrzahl der Bevölkerung völlig unbekannt.

Die mutigen Politiker, die dafür friedlich kämpften, kennt auch fast niemand. Keine einzige Strasse oder Gasse trägt den Namen des ersten und einzigen Vorsitzenden dieses Landtags von 1911 bis 1918: Eugen Ricklin, der Sundgauer Löwe. Das Gebäude des Landtags ist zum Straßburger Nationaltheater geworden, ohne dass irgendeine Inschrift auf seine ursprüngliche Bestimmung hinweist. Viele ehrenwerte und vorbildliche Figuren haben sich für die Selbständigkeit und die Wahrung der Regionalsprache und der doppelten Kultur eingesetzt. Sie haben unter der preussischen, aber dann auch unter der französischen Herrschaft gelitten. Sie hiessen Ricklin, Dahlet, Stürmel, Rossé, Haegy, Hauss, Schwander… Ein neulich errichtetes Denkmal „le Mémorial d’Alsace-Lorraine“ in Schirmeck, das von den lokalen Behörden bestellt wurde, erwähnt sie nicht oder nur zweideutig.

Die verschandelte Regionalsprache

Was für die Autonomisten zwischen 1870 bis Mitte der 1930er Jahre selbstverständlich war, unter anderem die Verteidigung der deutschen Sprache, wurde nach dem 2. Weltkrieg schwierig und verdächtig. Deutsch galt nun als die Sprache der Nazis. Dem siegreichen Frankreich fiel es leicht, Französisch in gutem Licht erscheinen zu lassen und Deutsch in den Herzen, im öffentlichen Leben und in der Schule abzuschaffen. Elsässerditsch und Platt wurden auf dem Schulgelände streng verboten. Die Kinder, die dabei erwischt wurden, in ihrer Muttersprache zu sprechen, wurden bestraft und gedemütigt.

Der Rückgang der regionalen Sprache ist nun eine Tatsache, besonders in den Medien und im alltäglichen Leben. In der Nachkriegszeit sah man überall Plakate: „C’est chic de parler français“. Die Familien mühten sich, dass ihre Kinder besser französisch lernten und sprachen nicht mehr «ditsch» mit ihnen, was von den Lehrern gefördert wurde.

Aber auch wenn die Eltern mit ihren Kindern noch «reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist», sprechen die Kinder in der Schule und unter sich meistens nur noch Französisch. Man stellt fest, dass die Kinder im ersten Schuljahr schon nach drei Monaten nur noch auf Französisch antworten.

Das ist das Ergebnis einer geplanten Politik. Historiker sprechen heute von einem gelungenen Linguizid oder Ethnozid.
Leider wird noch nichts Wesentliches unternommen, um damit Schluss zu machen, trotz der Aufforderungen Europas, die Minderheiten zu schützen. Paris weigert sich immer noch, die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen zu ratifizieren. Als Vorwand wird genannt, dass sie nicht mit der französischen Verfassung zu vereinbaren sei, deren 2. Artikel lautet: „La langue de la République est le français“. Die Regionalsprachen wurden zwar im Jahre 2008 in die Verfassung aufgenommen, aber unter dem Druck der „Unsterblichen“ der (1635 durch Richelieu gegründeten) Académie Française nicht als Ergänzung des 2. Artikels, sondern in Artikel 75-1 unter dem Satz: „die Regionalsprachen gehören zum französischen Erbe“, was ihnen aber de facto keinerlei Rechte verleiht.

Die Lage ist heute folgende: Elsässerditsch oder Platt wird hauptsächlich von der älteren Generation und im Nordelsass gesprochen. Zur Zeit sprechen nur noch 5% der Erstklässler Elsässerditsch. In der Mittelschule (ab ca. 12 Jahren) sind es nur noch 2%.

Zum Glück gibt es noch Eltern und Gewählte, die dieser Katastrophe nicht resigniert zusehen wollen. 1992 haben zweisprachige Klassen geöffnet, die ab dem ersten Schuljahr den Unterricht paritätisch auf Deutsch und auf Französisch erteilen: 12 Stunden auf Deutsch mit einem Lehrer und 12 Stunden auf Französisch mit einem anderen Lehrer. Die ersten solchen Klassen wurden von einem Verein gegründet, ABCM- Zweisprachigkeit (Gründungsvorsitzender: Richard Weiss) mithilfe überzeugter Bürgermeister in Zabern, Ingersheim und Lutterbach.

Die Education Nationale (das ist die französische zentrale Schulbehörde) mußte dann nachziehen und bietet seitdem im öffentlichen Schulsystem einige zweisprachige Klassen an. Aber diese Klassen genügen nicht, um die Nachfrage der Eltern zu befriedigen. Und offensichtlich hat die Education Nationale keinen richtigen Willen, die Zweisprachigkeit zu fördern, obwohl die Politiker und die wirtschaftlichen Akteure sich in den letzten Jahren dafür einsetzen. Ausrede: man fände keine deutschsprachigen Lehrer…

Im Elsass bietet man zur Zeit nur 15% der Kinder einen zweisprachigen Unterricht an. Im Baskenland und in Korsika bekommen 50% der Kinder einen zweisprachigen Unterricht. Es gibt anscheinend weniger Probleme korsisch- oder baskischsprachige Lehrer zu finden als im Elsass deutschsprachige…

Die 3 wichtigsten Gebietskörperschaften, die Generalräte des Ober- und des Unterelsass‘ und der elsässische Regionalrat haben ein Abkommen mit der Zentralregierung unterschrieben, das jährlich die Öffnung 50 neuer zweisprachigen Klassen vorsieht. Dafür bezahlen die 3 elsässischen Behörden jährlich 3 Millionen Euro. Letztes Jahr hat die Education Nationale nur 7 Klassen eröffnet, hat aber nichts zurückbezahlt… Zusätzlich hat die Rektorin, d.h. die Leiterin der regionalen Abteilung der Schulbehörde, einen Rückschritt angekündigt: sie will sogenannte „zweisprachige“ Klassen einführen, in denen aber nur noch 8 Stunden auf Deutsch unterrichtet wird.

Im Elsass haben wir das Gefühl, dass Paris uns wieder einmal auf den Arm nimmt. Aber so ist das: Das Elsass war zum Beispiel die einzige Region, die für ihre TGV-Verbindung bezahlen musste; trotzdem wurde es als letztes bedient und das auch noch mit einer unvollständigen Strecke…

Kann man da von Sprachpolitik sprechen? Es handelt sich eher um Sprachvernichtungspolitik. In Zahlen übersetzt: Frankreichs Ergebnisse sind sehr mittelmässig in der internationalen Schulleistungsstudie der OECD, der PISA-Studie. Von europäischer Ebene betrachtet: anachronisch und unannehmbar.

Die Wertschätzung und Förderung der regionalen Eigenschaften, insbesondere der regionalen Sprachen, rechtfertigt sich um so mehr, als sie wirtschaftliche Folgen hat. Die lokale und grenzüberschreitende Wirtschaft verlangt Deutsch.

Aussichten: ein neuer Landtag?

Die Elsässer erwarten viel von einem Projekt, die zwei Departements und die Region in einen einzigen neuen Regionalrat zu verschmelzen, was von unserem heutigen Regionalratspräsidenten und Pariser Minister für Gebietskörperschaften, Philippe Richert, vorgeschlagen wird. Die Durchsetzung dieses Projekts hängt aber vom Ergebnis der nächsten Präsidentenwahlen im Mai ab.

Aber um effizient zu sein, soll dieser Conseil d’Alsace über eine eigene Finanzausstattung verfügen und die Macht haben, auf wichtigen Gebieten wie Bildung, Energien usw. eigene Entscheidungen zu treffen.

Zur Zeit sind die lokalen Gebietskörperschaften hauptsächlich da, um die in Paris entschiedene Politik anzuwenden. Ausserdem werden manche übertragene Kompetenzen nicht ausreichend durch eine angemessene finanzielle Ausstattung untermauert.
Die föderalistischen Systeme unserer europäischen Nachbarn oder des Landtags von Elsass-Lothringen von 1911 wären gute Modelle. Leider sind unsere heutigen Politiker nicht autonomistisch gesinnt. Sie gehören nationalen Parteien an, sei es UMP, PS, die Grünen, usw. Werden sie es fertigbringen, sich der Pariser Autorität zu entziehen?

Die Zurückeroberung der verlorenen Kultur und das Erlangen einer wirklichen Zweisprachigkeit sollte eine politische Priorität werden. Andere europäische Regionen können zu lehrreichen Beispielen werden. Man sollte die nationalistischen Hemmungen überwinden und ein spezifisches elsässisches Schulsystem aufbauen. Um das Gleichgewicht zwischen nationaler und regionaler Sprache (im Elsass Französisch und Deutsch) zu erreichen, das heisst, um eine wirkliche Zweisprachigkeit zu erlangen, müsste man in den heutigen Verhältnissen eine totale Immersion auf Deutsch fördern, wenigstens in den ersten Schuljahren. Nur Deutsch im Kindergarten und mehr Deutsch auch im öffentlichen Raum. Sind die Elsässer dazu bereit? Werden es die elsässischen Politiker wagen?

Dezentralisierte Politik

In dieser Hinsicht ist eine regionale und autonomistische Partei besser dafür geeignet, die regionalen Fragen zu fördern. Zwischen den zwei Weltkriegen waren die Autonomisten in den lokalen und auch nationalen Wahlen im Elsass im Vordergrund: sie verteidigten das elsässische Volk und die Kultur gegen die französische Politik, die im Elsass eine Art Kolonialpolitik wurde. Sie verteidigten die sozialen Rechte, die Elsass-Lothringen der deutschen Periode nach 1870 zu verdanken hatte, und setzten sich ein für Zweisprachigkeit und das Bewahren des Konkordats, das von der Dritten Republik im Jahre 1905 durch die Gesetze über die Trennung von Kirche und Staat abgeschafft worden waren.

Die Autonomisten bildeten die Mehrheit der elsässischen Abgeordneten, trotz der Schwierigkeiten, denen sie von Paris aus ausgesetzt wurden. Es kam nämlich damals zu politischen Prozessen. Eugène Ricklin wurde als Abgeordneter gewählt, während er von der französischen Autorität ins Gefängnis geworfen worden war…

Leider hat der 2. Weltkrieg den Weg zur Emanzipierung des Elsass‘, den die tapferen Politiker des Heimatbundes vorbereitet hatten, erschwert. Die Autonomisten wurden durch eine feindliche Propaganda verteufelt; was deutsch war und deutsch sprach, wurde gehasst. Intoleranz und Nationalismus vernichteten die autonomistische Bewegung. Sie erwachte erst später. Unser Land vertritt heute im Elsass diese Bewegung.

Unser Land ist ökologisch eingestellt und kämpft gegen die rechtsextremen Parteien, insbesondere gegen Alsace d’Abord, die hinter fremdenfeindlichen Ideen den elsässischen Bewegungen nur schaden(1).

Seit den letzten Generalratswahlen hat die Partei einen Generalrat in ihren Reihen, David Heckel (34). Der Autonomist Marcel Schmitt ist seit 2008 Bürgermeister von Schweighausen an der Moder.

Zum Schluss

Frankreich hat im Dezember 2011 eine elsässische „Miss France“ gewählt, die sich spontan auf Elsässerditsch im nationalen Fernsehen ausgedrückt hat. Ein Ereignis! Vielleicht ist die Zeit endlich gekommen, wo das Elsass die Scham überwindet und seinen Stolz zurückgewinnt. Dafür muss es unbedingt und dringend seine Geschichte lernen und sich seiner Identität bewusst werden.

Das sollte das erste Ziel des erwarteten Conseil d’Alsace sein.

Voraussetzung dafür ist, dass Frankreich seine Angst vor Vielfalt und Anderssein überwindet. Eine solche kulturelle Revolution könnte uns endlich aus der archaischen Zeit des Jakobinismus zur europäischen Gegenwart und zum menschennahen Föderalismus führen.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.

Andrée MUNCHENBACH – Düsseldorf , 23. und 24. Februar 2012 – Internationale Minderheitenkonferenz,  Beitrag : Die Elsässer in Frankreich

Quelle : Unser Land

_______________________________________________________

(1) Mit Bedauern und ohne Überraschung sehen wir uns der Verwendung der Schlagwörter „rechtsextrem“ und „fremdenfeindlich“ gegenübergestellt. Diese Begriffe zeichnen vor allem leere, ideologische Fachwörter aus, derer Ziel darin besteht, die alleingestellten Menschen und die politischen Parteien zu stigmatisieren und zu diabolisieren, die die Einsicht und den Mut haben, sich gegen die Masseneinwanderung zu stellen, die wie einst der Kolonialismus eine menschliche und politische Katastrophe ausmachen.

Elsass-Lothringen : une nation interdite

Posted on janvier 8th, 2012 by Klapperstein

Ci-dessous en libre accès le livre  numérisé de Pierri Zind « Elsass-Lothringen, Alsace-Lorraine – Une Nation Interdite, 1870-1940 »

Mai 1871 : le traité de Francfort met fin à une guerre désastreuse pour la France. L’Allemagne de Bismarck annexe l’Alsace moins le Territoire de Belfort ainsi qu’une partie de la Lorraine.
Elsass-Lothringen : une terre d’Empire au cœur de l’Europe. Un Reichsland que les Prussiens veulent transformer en un glacis militaire. Dès lors commence pour cette région unique en Europe une longue lutte pour la reconnaissance de son identité et de sa personnalité.
Pour la première fois, tant en France qu’en Allemagne, cet ouvrage, qui utilise un nombre impressionnant de sources et de témoignages totalement inédits, nous retrace le destin tourmenté de l’Alsace-Lorraine (Elsass-Lothringen), dans son intégralité, de 1870 à 1940.
Pour la première fois, avec un luxe inégalé de détails et de précisions, nous sont présentés tous les mouvements autonomistes d’Alsace-Lorraine : après l’autonomisme anti-clérical et fédéraliste de Schneegans et l’autonomisme clérical financé par la France de Mac-Mahon, c’est le drame de l’Alsace-Lorraine prise en sandwich au cours de la Première Guerre Mondiale, l’éphémère République neutre des soviets de Strasbourg et le retour à la France. Le combat autonomiste continue et l’on voit apparaître un puissant courant auquel se rallient tant laïcs que cléricaux et même les communistes, alors ouvertement séparatistes. L’aventure hitlérienne mettra fin à ces espoirs d’une fédération d’Etats neutres dans le cadre de la France.

Alsace-Lorraine. Elsass-Lothringen. Une nation interdite est le fruit de longues années de recherches et d’études. Une contribution magistrale à l’histoire de l’Alsace-Lorraine mais aussi de toute l’Europe.

Pierri Zind est issu d’une vieille famille alémanique dont l’histoire est étroitement mêlée aux heurs et malheurs de l’Alsace. Docteur ès Lettres et Sciences Humaines, il est l’auteur de plusieurs ouvrages importants, notamment «Nouvelles congrégations des Frères enseignants en France de 1800 à 1873» (3 vol. 1969), «L’Enseignement religieux dans l’Instruction Primaire publique en France de 1850 à 1873» (1971) et une «Brève Histoire de l’Alsace» (Albatros, Paris 1977). Historien non conformiste mais d’une rigueur absolue, Pierri Zind bouscule beaucoup d’idées admises ou imposées et déchire bien des mythes véhiculés par l’enseignement officiel.

AVERTISSEMENT

KAPITEL I : DES DEPARTEMENTS AU REICHSLAND

KAPITEL II : DU REICHSLAND AU BUNDESSTAAT

KAPITEL III : L’ALSACE-LORRAINE ET LA GUERRE DE 1914-1918

KAPITEL IV : LE DÉSARROI D’ELSASS-LOTHRINGEN EN 1918

KAPITEL V : ENTRE L’ARMISTICE ET LE TRAITÉ DE PAIX

KAPITEL VI : LE TRAITÉ DE VERSAILLES ET SES CONSÉQUENCES

KAPITEL VII : PRODROMES D’UN NOUVEL AUTONOMISME

KAPITEL VIII : LE «MALAISE» DES OUVRIERS ET DES FONCTIONNAIRES

KAPITEL IX :  L’ALSACE-LORRAINE CHRETIENNE CONTRE LE LAÏCISME

KAPITEL X : LE MOUVEMENT DE LA ZUKUNFT

KAPITEL XI : DER HEIMATBUND

KAPITEL XII : DANS LES REMOUS DU HEIMATBUND

KAPITEL XIII : DU HEIMATBUND A LA LANDESPARTEI

KAPITEL XIV : L’ÈRE DES PROCÈS

KAPITEL XV : EINHEITSFRONT, LE FRONT UNIQUE ALSACIEN

KAPITEL XVI : SOUS L’EGIDE DE LA VOLKSFRONT OU DU FRONT POPULAIRE ALSACIEN (1930 – 1932)

KAPITEL XVII : LES MOUVEMENTS DE JEUNESSE

KAPITEL XVIII :  DE LA HEIMATFRONT A LA MORT

KAPITEL XIX : EPILOGUE

TABLE DES MATIERES


La petite récitation républicaine de monsieur Bischoff

Posted on juin 15th, 2011 by Klapperstein

Les DNA ont publié le 31 mai un article de l’historien Georges Bischoff sur les cent ans de la constitution d’Alsace-Lorraine. On y voit ce dernier en photo, le regard fixant l’horizon, calme et solennel. Le lecteur des DNA, qui a peut-être la naïveté de croire que son journal l’éclaire et l’informe plus qu’il ne le trompe et le désinforme, peut lire le titre « Se garder de tout anachronisme ». Le décors est planté, l’historien parle au béotien, la France parle à l’Alsace et le professeur, le scientifique rémunéré par l’argent de nos impôts, armé de son érudition, de sa rigueur et son objectivité, va donner son point de vue sur le centenaire de la constitution.

Après quelques lignes de mise en garde et de mise en place de son autorité (mettre en perspective / faire œuvre de pédagogie / connaître les circonstances / se garder de tout anachronisme), monsieur Bischoff entre dans le vif du sujet : « Elle (la constitution) est tout sauf démocratique ». Elle aurait pu être peu démocratique, avoir des faiblesses, être moyennement démocratique, et bien non, pas du tout, elle est simplement tout sauf démocratique ! Suite à cette affirmation pour le moins péremptoire, l’historien nous énumère bien les inconvénients de la constitution, mais n’y trouve manifestement aucun point positif. Il laisse également entendre que la chambre haute du Landtag est entièrement nommé par l’Empereur, une contre-vérité parmi d’autres.

Il omet de préciser l’existence de la chambre basse du Landtag, élu au suffrage universel et clé de voute de la nouvelle architecture démocratique du Reichsland. Il feint d’ignorer qu’au sein d’un État fédéral, les parlements des États fédérés ont par définition un pouvoir limité par le pouvoir de l’État fédéral, comme c’est le cas aujourd’hui aux États-Unis, en Allemagne ou en Suisse, sans quoi les États en questions seraient tout simplement non pas fédérés, mais indépendants. Cet historien, qui met en garde ces lecteurs du risque d’anachronisme, reproche en fait à la constitution de 1911 de ne pas être plus démocratique que ne le sont les constitutions actuelles de l’État de Californie ou du canton de Berne !

De toute évidence le regard que porte monsieur Bischoff sur cette période de l’histoire est entièrement conditionné par une grille idéologique pour laquelle tout ce qui est français et républicain est forcément positif et démocratique, alors que ce qui est allemand ou germanique est forcément négatif et antidémocratique. Une telle attitude ne laisse évidemment aucune place à la nuance, à la complexité, à honnêteté ou à l’objectivité. Le ton sarcastique et hargneux (une principauté d’opérette / constitution postiche / fossile sans grand intérêt / folklore dérisoire / la soupe tiède d’une commémoration sans esprit) trahit par ailleurs un état d’esprit aussi peu courtois que scientifique.

Mais notre historien ne s’arrête pas là. Il affirme encore dans une bouffée d’irrationalité que la constitution de 1911 (qui donnait sans conteste au Reichsland Elsass-Lothringen une plus grande autonomie par rapport au Deutsche Reich ) représentait la fin de l’Alsace alsacienne ! D’un point de vue logique, c’est une phrase qui n’a simplement aucun sens. On peut néanmoins la comprendre en considérant que pour notre monsieur Bischoff, Alsace alsacienne ne peut signifier rien d’autre qu’Alsace française. La phrase redevient alors tout à fait pertinente et pleine de sens. Et il est vrai qu’une plus grande autonomie et qu’une meilleur démocratie en Alsace-Lorraine ne faisait pas les affaires des va-en-guerre germanophobes et républicains de l’époque. Pas plus que de ceux qui semblent bien s’y identifier encore aujourd’hui.

Mais le meilleur, c’est à dire le pire, arrive finalement à la conclusion du texte. Il y est question d’un folklore dérisoire d’une poignée de nostalgiques qui renvoie à d’autres frustrations et qui camoufle un révisionnisme rampant. Il y est question d’ être immunisé contre le poison que représenterait toute forme d’intérêt pour la constitution de 1911. Il ne s’agit plus ici d’un débat ou d’une querelle entre partisans du fédéralisme ou du centralisme, il ne s’agit plus ici d’apprécier positivement ou non la constitution de 1911. L’historien qu’est Georges Bischoff connait le poids des mots et le sens hautement péjoratif que peu avoir le terme révisionniste, surtout associé à des mots comme poison, folklore et nostalgique. L’historien qu’est Georges Bischoff n’a de toute évidence pas d’argument valable pour critiquer la constitution de 1911 et l’intérêt que de nombreux alsaciens lui porte aujourd’hui. Il essaie donc de mystifier ses lecteurs par des procédés rhétoriques indignes et de les intimider par les amalgames les plus douteux.

Ce qui n’est malheureusement pas une surprise, ni de sa part, ni de la part du journal dans lequel il a publié son petit rappel à l’ordre. Un rappel à l’ordre où la hargne et la mauvaise fois ne laisse aucune place à l’objectivité et à la plus élémentaire honnêteté intellectuelle. Un rappel à l’ordre qui ressemble étrangement à une petite récitation républicaine, méchante et naïve, comme peuvent l’être parfois ces enfants frustrés et contrariés par une réalité hostile qu’ils ne veulent accepter, comme le sont trop souvent les idéologies et leurs partisans. UH

Pour lire l’article des DNA, cliquez ci-dessous.

Read the rest of this entry »

Geraubte Jugend

Posted on mars 10th, 2011 by Unsri Heimet !

« Pour liquider les peuples, on commence par leur enlever la mémoire.
On détruit leurs livres, leur culture, leur histoire.
Puis quelqu’un d’autre leur écrit d’autres livres, leur donne une autre culture, leur invente une autre histoire. Ensuite, le peuple commence lentement à oublier ce qu’il est, et ce qu’il était. Et le monde autour de lui l’oublie encore plus vite. »

Milan Hübl

Geschichte des Elsässerdeutsch in Kurzfassung

Posted on novembre 27th, 2010 by Klapperstein

Brève histoire de l’allemand dialectal d’Alsace

Par Pierre Klein

L’allemand dialectal d’Alsace constitue un élément de l’identité, de l’histoire et de la culture  alsaciennes. Il s’agit de variantes alsaciennes de dialectes allemands, alémaniques et franciques, servant essentiellement à la communication courante et orale, fonction qu’elles remplissent depuis plus de 1500 ans. L’allemand dialectal d’Alsace est étroitement apparenté à une grande langue de culture, l’allemand standard dans le continuum duquel il s’inscrit et avec lequel il est, comme tout dialecte, en situation de diglossie. Il est à la base du bilinguisme collectif ou populaire français-allemand de la région et le justifie. Cela étant, c’est aussi un morceau d’Europe. Mais la politique linguistique conduite en Alsace, notamment depuis 1945, n’a pas manqué d’induire une certaine résignation quant à la défense et une certaine désaffection quant à l’emploi de la langue allemande, dialectale ou standard. L’allemand dialectal d’Alsace est aujourd’hui en très nette régression.

A l’origine, il y a le germanique. Ce terme est un dérivé de germain qui est lui-même un emprunt au latin germanus, lui-même composé du celte gair (voisin) et de man (peuple). Germains, c’est ainsi que les Celtes appelaient leurs voisins de l’Est. Les populations qui parlaient le germanique se trouvaient, vers l’an 1000 avant J.-C., dans le Nord de l’Europe. Vers 500 av. J.-C., elles atteignaient une ligne allant des Pays-Bas actuels à la future Pologne, en l’occurrence jusqu’à la Vistule. Au début de notre ère, elles se trouvaient dans les vallées de la Moselle et du Rhin, sur le Danube et au-delà de la Vistule. Un ou deux siècles après la chute de l’Empire Romain les déplacements de populations, die Völkerwanderungen, commencent à se stabiliser en Europe de l’Ouest. La frontière linguistique entre langue romane et langue germanique se fixe définitivement entre le IVème et le IXème siècle ap. J.-C. L’Alsace et la Moselle se trouvent alors avec le Luxembourg, une moitié de la Belgique, l’Allemagne, les deux tiers de la Suisse, une petite partie de l’Italie et de la plus grande partie de l’Autriche du côté du germanique.

L’allemand dialectal alsacien est plus précisément issu du germanique de l’Ouest qui se subdivise en germanique de la mer du Nord (Saxons, Angles, Frisons et les Francs saliens), le germanique de l’Elbe (Bavarois, Alamans) et le germanique de la Weser et du Rhin (Francs ripuaires et Hessois). Les dialectes alsaciens sont des dialectes franciques et alémaniques, francique rhénan lorrain dans la région de Sarre-Union, qui se rattache à l’allemand moyen, francique rhénan du Sud dans la région de Wissembourg, le bas alémanique du Nord dans le reste du Bas-Rhin, le bas alémanique du Sud dans une bonne partie du Haut-Rhin et le haut alémanique au Sud d’Altkirch, que l’on rattache tous à l’allemand supérieur. Ces délimitations sont obtenues par ce que les linguistes appellent des isoglosses et des isophones, c’est-à-dire des lignes qui délimitent les dialectes ou les sous-dialectes entre-eux et qui permettent de tracer des cartes linguistiques. Les dialectes alémaniques et franciques se sont établis progressivement dans la région à partir de l’époque romaine, mais surtout depuis le Vème siècle. Ils vont constituer l’outil d’expression orale privilégié des Alsaciens jusqu’au milieu du XXème siècle.

Les dialectes alsaciens ne forment pas un isolat. Ils participent des dialectes franciques et alémaniques et, à ce titre, du continuum allemand, du continuum horizontal des dialectes, comme du continuum vertical des dialectes et de l’allemand standard. Tout ce qui est parlé ou écrit dans cet espace linguistique ou diatopie est par définition de l’allemand, donc aussi l’allemand dialectal alsacien. Les Alsaciens en avaient parfaitement conscience. Ne disaient-ils pas qu’ils parlaient ditsch ou elsasserditsch, c’est-à-dire l’allemand ou l’allemand alsacien, et ne se reconnaissaient-ils pas comme étant ditschsprochig, c’est-à-dire germanophones.

Read the rest of this entry »

Un 11 Novembre ordinaire en Alsace

Posted on novembre 12th, 2010 by Unsri Heimet !

11 novembre 2010. Quelque part en Alsace. Il est 11 heures. Des percussions et des cuivres résonnent au loin. Je sors. Par simple curiosité. Des drapeaux tricolores flottent dans la rue principale. La batterie-fanfare et la section locale des anciens combattants convergent vers le monument aux morts. Je m’y rends. Quelques habitants, âgés pour la plupart, sont là. Le conseil municipal et une poignée d’écoliers aussi.

La cérémonie commence. Un ancien combattant s’avance et lit un texte qu’il semble découvrir. La guerre, l’inhumanité. La Grande Nation, leurs troupes victorieuses, Clemenceau, le soldat inconnu. Puis 39-45, Vichy, le gaullisme. Pour conclure avec l’Europe et le soutien des troupes en Afghanistan, pour la démocratie et les droits de l’Homme, apparemment. Cinq minutes de langue de bois, cinq minutes où tout sonne faux.

Mais place aux enfants, aux enfants de l’école élémentaire. Un poème et une lettre de poilus. Une larme. Moi aussi je suis passé par là. A l’époque notre présence était obligatoire. Musique ! Les drapeaux s’abaissent. Le maire s’avance et dépose une gerbe de fleurs au ruban encore et toujours tricolore au pied du monument. « A nos morts ! » Puis une minute de silence, symbolique. Et hop, une dernière Marseillaise pour la route.  Personne pour la chanter. Böse Leute haben sowieso keine Lieder.

Demi-tour direction l’hôtel de ville, joyeusement et en musique. Un verre de vin nous y attends. La vieille République rince à l’œil. Plus pour longtemps. Le mot du maire. Aussi plat que le précédent. Remise des médailles aux anciens combattants. Ils l’ont bien mérité, ils sont en vie, eux. Un journaliste local dont on retrouvera la prose le lendemain dans le journal au milieu d’autres articles du même acabit. Quelques photos pour la postérité.

Midi. C’est l’heure. Je part enfin. En passant le seuil, un mot me revient sans cesse à l’esprit. Elsass-Lothringen. Alsace-Lorraine. Oui, et l’Alsace-Lorraine  et les Alsaciens-Lorrains dans tout cette histoire ? Je n’ai entendu de la bouche de ces braves Alsaciens que le mot  « France ».  « France, France, France », jusqu’à l’indigestion. Et nos aïeux, ces 250 000 Alsaciens-Lorrains, alors citoyens allemands, qui avaient servi sous l’uniforme impérial Feldgrau ? 30 000 y ont laissé leur vie. Aucune pensée pour ces derniers. 92 ans après, ceux qui sont tombés en Russie, à Verdun, à Ypres, en Crimée, semblent n’avoir jamais existé.  Nix, nada, kein Wort darüber. Quelle honte. Pas une tombe pour ces hommes. Et pas une seule pensée. L’insulte. Wie eine Spucke im Gesicht ! Effacés de la mémoire collective alsacienne au profit d’une mémoire française de substitution qui sonne décidément si faux. Assez de mensonges d’une part et d’amnésie de l’autre. Place à la vérité historique. Alors hommage en ce jour. Hommage à nos 30 000 morts alsaciens-lorrains… et à tout les autres sans exception ! UH

Un témoignage d’époque à lire: Les Deux Felix ou 1914/18 vu par un combattant d’Alsace-Lorraine, ed. Do Bentzinger, présenté par Fränzi Waag et préfacé par Bernard Wittmann. L’itinéraire d’un mosellan mobilisé à 20 ans dans l’armée impériale, combattant sur les deux fronts, blessé, décoré de la croix de fer. Il rentre dans sa  Heimat occupée par les Français qui voient en lui un boche, un traître à la Nation. Un destin commun à la grande majorité des Alsaciens-Lorrains de l’époque revenus certes vivants mais en vaincus.

Les baïonnettes connaissent la vérité

Posted on novembre 11th, 2010 by Klapperstein

Pierri Zind, dans son ouvrage Elsass-Lothringen Alsace Lorraine, une nation interdite 1870-1940, nous raconte le crépuscule du Reichland Elsass-Lothringen et de l’éphémère Republik Elsass-Lothringen proclamée par le Nationalrat .

En novembre et décembre 1918 les troupes françaises ne sont d’après le traité de paix que des troupes d’occupation provisoire dans l’attente d’un plébiscite d’auto-détermination. Mais face à l’intransigeance et aux intimidations des envahisseurs français, qui n’ont nullement l’intention de respecter le traité de paix et leurs engagements passés, une majorité des membres du Landtag décide de donner raison à la force brut. En signe d’allégeance à la France, ils chassent Eugène Ricklin de la tête du Nationalrat pour y mettre le chanoine Nicolas Delsor, depuis peu converti à la cause de l’occupant français. Et c’est ainsi que le peuple alsacien-lorrain, trahi par ses représentants, va perdre la face aux yeux d’une histoire que les Français n’aurons plus qu’à arranger, dénaturer et réécrire. UH

Le jeudi 5 décembre à 15h30, Nicolas Deslor convoque tout le beau monde de Strasbourg à une Solennelle Séance Plénière de l’Assemblée Nationale :

___________________________________________________________________________

Ce fut un vrai cirque mélodramatique. Officiers, journalistes, représentants parisiens, tous ces étrangers garnissaient les tribunes, mais l’Alsace authentique était absente. Delsor donna lecture de la proposition préparée la veille : elle fut votée publiquement, par «assis et levé», évidemment à l’unanimité, et son affichage fut ordonné dans toutes les communes d’Alsace-Lorraine. Après cette comédie, Delsor ajouta ces paroles ahurissantes : «Les hommes d’Etat qui revendiquent le plus énergiquement pour les peuples le droit de disposer librement et souverainement de leurs destinées peuvent être en ce qui concerne l’Alsace-Lorraine pleinement satisfaits. Le référendum n’a plus de raison d’être, il est fait ! (Vifs applaudissements) Il s’est accompli dans un enthousiasme indescriptible de village en village, de cité en cité, sur les pas triomphants de nos légions victorieuses ! (Vifs applaudissements)». Ces paroles également avaient été dictées par Paris, pour fermer la bouche aux Américains et aux Anglais qui, comme les Allemands, réclamaient l’application du plébiscite en Alsace-Lorraine.

Pareilles confusions politiques et psychologiques laissent perplexe.
Comment peut-on assimiler le référendum ou plébiscite, vote individuel, anonyme et secret, organe de la démocratie directe, à un vote public par «assis et levé», en présence du vainqueur invité précisément pour assister à ce simulacre et effectué dans la fièvre par quelques dizaines de députés nullement élus pour cette opération — députés qui avaient juré fidélité à la Constitution alsacienne-lorraine de 1911 — députés qui par un coup d’Etat avaient transformé le Landtag en Nationalrat, et qui de toute façon n’étaient que les organes de la démocratie indirecte ?
Comment peut-on assimiler à un référendum individuel, secret et anonyme, l’accueil fait aux troupes victorieuses apportant enfin la paix et organisé par des agents français dans des villes épuisées par cinq années de guerre et de privations innombrables, sous un régime de dure dictature militaire ?
Comment peut-on proclamer le rattachement du Land Elsass-Lothringen à la France, alors que l’Alsace-Lorraine se trouvait toujours dans la situation de territoire allemand occupé, conformément aux articles de la convention d’armistice et valables au moins jusqu’au 17 décembre 1918 à 12 h ?
Comment enfin peut-on parler sérieusement de «nos légions victorieuses», alors que 380 000 Alsaciens-Lorrains étaient — morts ou vifs — des «Feldgrauen» vaincus ?
Où est la vérité ? Où est le droit ? Où sont la pudeur du vaincu et la fierté du héros malheureux ? Où est la dignité humaine ?
Mais toutes ces flagorneries bourgeoises ne modifièrent en rien l’inéluctable cours des événements. Les jeux étaient faits, et une fois de plus, sans le peuple alsacien-lorrain.

Le 9 décembre 1918, accompagnés de plus d’un millier de politiciens et de parlementaires, le Président de la République Raymond Poincaré et le Président du Conseil Georges Clemenceau faisaient à leur tour une entrée triomphale dans Strasbourg. Anticipant gaillardement sur le futur traité de Versailles, le gouvernement de Paris prenait possession de sa conquête pour mettre les Alliés devant le fait accompli.
A la mairie de Strasbourg, l’illustre cortège n’aurait même pas accordé un regard aux membres du Nationalrat assemblé, si le chanoine Muller n’avait pris sur lui d’arrêter le «Tigre» pour lui présenter, comme par hasard, les véritables et lamentables détenteurs de la souveraineté du peuple d’Alsace-Lorraine.
Quelle humiliation pour le président du Nationalrat, l’abbé Delsor ! Quant à l’ancien président de la «Volkskammer» du Landtag Elsass-Lothringens, ancien député au Reichstag, et créateur du Nationalrat, le Dr Eugène Ricklin, c’est debout sur la pointe des pieds au milieu de la foule anonyme qu’il a dû assister aux cérémonies fastueuses de la visite du gouvernement français !

Il était clair que le gouvernement français ne reconnaissait plus d’autre autorité que la sienne, celle du vainqueur militaire ; il n’admettait plus d’autre source de pouvoir que celle de Paris, que celle d’un gouvernement centraliste.

Pierri Zind, Elsass-Lothringen Alsace Lorraine, une nation interdite 1870-1940

___________________________________________________________________________

Chinesen und Franzosen

Posted on novembre 10th, 2010 by Unsri Heimet !

Die Elsässer hätten im November 1918 die Chinesen ebenso begeistert begrüsst wie die Franzosen, wenn sie als Befreier von Krieg, Not und Hunger einmarschiert wären.

Emile Wetterlé (1861-1931), elsässischer Abt, deutscher Abgeordnete und französischer Propagandist.

Si les Chinois étaient entrés en novembre 1918 comme libérateurs de la guerre, de la misère et de la faim,  les Alsaciens les auraient salués aussi fanatiquement que les Français l’ont été.

Emile Wetterlé (1861-1931), abbé alsacien, député allemand et propagandiste français.

Keine Verelsässerung für die Südtiroler

Posted on novembre 7th, 2010 by Klapperstein

Die Südtiroler haben ihr Schicksal selbst in die Hand genommen – eine elsässische Studienreise über die Alpen


Warum fahren die Elsässer so gern nach Tirol, und besonders nach… Südtirol? Weil es in Italien liegt? Weil es billiger ist? Oder ganz einfach, weil sie dort in ihrer Sprache begrüßt, empfangen und bedient werden? Weil sie dort reden können « wie ihne d’r Schnààwel gwàchsa isch »? Sicher auch, weil sie dort eine Region vorfinden, die mit Erfolg selbst über ihr Schicksal entscheidet.

Im vergangenen Juni hat eine kleine Delegation von Elsässern unter Leitung der Generalrätin Andrée Munchenbach aus Schiltigheim und dem Roeschwooger Bürgermeister Michel Lorentz eine Studienreise nach Bozen, der Hauptstadt der Autonomen Provinz Südtirol unternommen. Man wollte dort in Erfahrung bringen, was man von diesen 500 000 deutschsprachigen Italienern lernen und auf elsässische Verhältnisse übertragen kann.

Die Autonome Provinz Südtirol verfügt über ein besonderes Statut, das der römischen Zentralregierung in einem langen und zähen Ringen abgetrotzt worden ist. In diesem ist festgelegt, dass die Provinz über einen eigenen Landtag (ein Regionalparlament) verfügt, welcher gesetzgebende Kompetenz hat.

Die Provinz ist finanziell hervorragend ausgestattet: 90 Prozent der im Land vereinnahmten Steuern werden von Rom an die Provinz zurücküberwiesen. Zum Vergleich: bei einer Einwohnerzahl von 500 000 verfügt das Land über einen Haushalt in Höhe von 5,3 Milliarden Euro – insgesamt also doppelt soviel wie die Budgets der beiden Generalräte und des Regionalrates zusammen. Pro Einwohner kann Südtirol also fast zehnmal soviel Geld ausgeben wie die elsässischen General- und Regionalräte zusammen! Ausschließlich die Landesregierung entscheidet über die Verwendung dieser Gelder.

Das komplette Bildungswesen ist in der Zuständigkeit der Landesregierung. Für jede Sprachgruppe gibt es eigene Schulen, in denen zunächst die Muttersprache und dann die Sprache der anderen Bevölkerungsgruppe unterrichtet wird. Demzufolge sind alle Menschen zwei- oder dreisprachig.

Die Arbeitslosenquote liegt bei nur 2% und liegt damit deutlich niedriger als im Rest Italiens oder im Elsass (über 8%) .

Die Delegation wurde auch von Landeshauptmann (le Premier Ministre de la Région) Luis Durnwalder im Landtag empfangen. Gespräche wurden mit einigen Volksvertretern (élus) sowie mit dem Leiter des deutschen Schulamtes geführt. In der Europäischen Akademie für Mehrsprachigkeit und Minderheiten EURAC, die im Rahmen von Interreg für die Région Alsace eine Studie über “Die Sprachen im Elsass” herausgegeben hat, informierte man sich über die Lage sprachlicher Minderheiten in anderen europäischen Ländern.

Wir hoffen, daß bald eine offizielle Delegation der drei elsässischen Gebietskörperschaften (mit Vertretern aller Parteien, Elternvereinigungen und Gewerkschaften) dieses erste Kennenlernen vor Ort vertieft, damit das Elsass endlich auch auf den Weg zur “geistigen Autonomie” gelangt.

Die Studienreise kam mit Unterstützung des Straßburger Historikers Bernard Wittmann zustande, der ein persönlicher Freund von Landesobmann Luis Durnwalder ist. Wer sich ausführlicher über die Situation und die Errungenschaften in Südtirol informieren möchte, dem sei das in diesem Jahr erschienene Buch Bernard Wittmanns ”De 1919 à nos jours : Südtirol/Elsass: histoires croisées et destins opposés“ wärmstens empfohlen.

Quelle : Newsletter Zweisprachigkeit n° 1

____________________________________________

Verelsässerung n.f. – 1961 Terme d’origine sudtirolienne.  Action  pour un peuple, par la contrainte d’un Etat centralisé et/ou fasciste, de perdre tout ou une partie de son identité  culturelle, de sa mémoire  et de sa langue, ainsi que les droits et libertés politiques  qui y sont liés. syn. aliénation collective; déculturation; linguicide; ethnocide // verelsässern v.. Transformer un peuple  en en altérant profondément ses mœurs, sa langue, son histoire et son organisation politique //Sich verelsässern se méprendre, s’obstiner dans l’erreur Fig. et Fam se détériorer fortement; partir en vrille

Du plus vrai et du plus pur amour

Posted on novembre 5th, 2010 by Klapperstein

La France se meurt doucement et, le 11 Novembre approchant, et il est certainement intéressant à travers une citation grandiloquente et étrangement tragi-comique datant de 1921 , de porter un éclairage sur les réalités de l’annexion du Reichsland Elsass-Lothringen par la France, et notamment  sur l’atmosphère qui régnait à l’époque en Alsace. Et cela afin de mettre en évidence la nature burlesque et tronquée  de la grande fable de l’Histoire de France en Alsace, fable  malheureusement toujours présente  sur nos écrans de télévisions, dans les Alsatiques et les Schulbücher de nos enfants. Place donc, au poète :

«  La question alsacienne et lorraine est tranchée; les journées glorieuses du 22 novembre 1918 l’ont démontré de la façon la plus éclatante: jamais peut-être, sous notre ciel d’azur, la joie ne déferla en vaques d’aussi fol enthousiasme.Lors de sa venue à  Strasbourg, le Président Poincaré prononçait sur la place Broglie, pavoisée et vibrante, ces paroles mémorables: » le Plébiscite est fait!  » Il ne se trompait pas : dans les bras de la Mère-Patrie, de la France enfin retrouvée, l’Alsace-Lorraine se blottissait, émue et frémissante du plus vrai et du plus pur amour; laissant enfin déborder son coeur si longtemps comprimé, goûtant une joie surhumaine, elle se donnait toute, à jamais, en un serment mêlé des larmes du bonheur, à celle pour qui elle avait si longtemps souffert. »   gggggggggg ggggggggggggggggggggggggggggggggggggggggggggggggggggggggggggggggggggg

ddddddddddddddddddddddddddddhhhh fffJules Weill, L’alsace et les Alsaciens pendant la guerre*,1921.

Par soucis nécessaire de contextualisation, rappelons qu’entre 1918 et 1920, 150 000 Alsaciens-Lorrains ont été expulsés manu-militari, que l’acquisition de la citoyenneté française, (c’est à dire du droit pour les Alsaciens-Lorrains à demeurer dans leur propre pays et d’y avoir des droits) était à la discrétion de l’Etat français via les commissions de triage, et que la liberté d’expression la plus élémentaire qui aurait consisté à  pouvoir être critique ou  réfractaire à la présence française en Alsace -Lorraine n’existait simplement pas. Et c’est dans ce climat d’arbitraire et d’oppression pour le moins assez soutenu qu’on eu lieu les élections de 1919 et la grande parade  républicaine et patriotique du 21 novembre 1918 qui rappelle, ou plutôt qui anticipe avec un quart de siècle d’avance les grandes parades qui fêterons la présence soviétique  en Europe centrale et orientale, et qui étaient elles aussi, ont l’imaginent aisément, autant de plébiscites réalisés avec succès.

Et si le régime républicain français et les régimes soviétiques sont de nature différente, la comparaison entre ces  ferveurs populaires créer artificiellement par les feux croisés de l’intimidation, de la répression et de la propagande n’en est peut-être que plus troublante  et riche de signification. L’optimisme révolutionnaire obligatoire en vigueur dans les  jeunes Républiques Communistes rendant échos à la ferveur républicaine et patriotique des Alsacien-Lorrains, qui  elle aussi  était de rigueur. UH

* L’éditeur est Ernest Finck 27, rue de la Nuée-Bleue, Strasbourg. Nous remarquons que l’actuelle maison d’édition La Nuée bleue, éditeur de Saisons d’Alsace (dirigée par le très cocardier B. Reumaux), spécialisée dans les Alsatiques et appartenant aux DNA , à de qui tenir pour continuer sans relâche à désinformer et à tromper les Alsaciens sur leur propre Histoire.

Au revoir les boches ! Dessin de J-J. Waltz dit Hansi

MENU

M'R EMPFHELE

Copyright © 2009 Unsri Heimet. Theme par THAT Agency propulsé par WordPress.