Fachkongress in Mülhausen / Milhüsa : s’ Sproochbàd
Posted on octobre 9th, 2010 by Klapperstein« Die Gabe eine Sprache zu erlernen, insbesondere seine Muttersprache bzw. Muttersprachen, wird jedem von uns in die Wiege gelegt. Die in Frankreich geborenen Kinder machen hier keine Ausnahme. Sie lernen wie alle anderen Kinder ihre Muttersprache. Das Problem besteht darin dass sie eben nur diese eine Muttersprache erlernen ! »
Jean PETIT, Psycholinguist, Professor an den Universitäten von Reims und Konstanz sowie am Institut für die Regionalsprachen Frankreichs ( I.S.L.R.F.) (ł 2003)
Diese Aussage des Professors Jean Petit hat leider in unserer Region (Elsass und Lothringen) an Aktualität nicht verloren, Noch immer kommen viel zu wenig Kinder in den Genuss einer frühzeitigen zweisprachigen Ausbildung. Diese Feststellung hat uns von A.B.C.M. Zweisprachigkeit und vom Institut für die Regionalsprachen Frankreichs (I.S.L.R.F) dazu bewogen ein Fachkongress zu veranstalten über :
Die Rolle der immersiven Lernmethode für den Erhalt und die Weiterentwicklung der regionalen Sprache
d
am Freitag den 22. Oktober 2010 und Samstag den 23. Oktober 2010
im « Centre Sportif Régional Alsace » in Mulhouse
j
Der Fachkongress will die Besonderheiten der immersiven Lernmethode, wie sie in anderen Regionen Frankreichs erfolgreich eingesetzt wird, näher bringen und die Zusammenhänge in Bezug auf den Erhalt der regionalen Sprachen Frankreichs aufzuzeigen. Vortragende anderer Regionen Frankreichs und aus dem europäischen Umfeld, werden ihre Erkenntnisse und Erfahrungen beisteuern und den Akzent auf die Zusammenhänge zwischen Entwicklung der Zweisprachigkeit einer Region und dessen Wirtschaftlicher Entwicklung setzen.
A.B.C.M. Zweisprachigkeit
Gegründet 1991, ist die A.B.C.M Zweisprachigkeit Vorreiter auf dem Gebiet des bilingualen Unterrichts im Elsass und in Lothringen. Heute beschäftigen wir über 120 Angestellte an 10 Schulen in denen etwas über 1.100 Kinder im Alter zwischen 3 und 11 Jahren in den Genuss einer frühzeitigen zweisprachigen Ausbildung nach der immersiven Lernmethode kommen. Sie lernen Französisch, Deutsch und den vor Ort üblichen Dialekt auf natürliche, unbewusste und intuitive Weise. Ziel ist das Erreichen einer ausgeglichenen Sprachkompetenz in beiden Sprachen damit diese Kinder gleichermaßen auf französisch und deutsch sprechen, lesen, schreiben und spielen können.
I.S.L.R.F.
Das Institut für die Regionalsprachen Frankreichs wurde 1997 gegründet und ist ein Zusammenschluss von fünf Netzwerken die zweisprachige Schulklassen mit Französisch und einer Regionalsprache betreiben: Diwan für Bretonisch, Seaska für Baskisch, Calandreta für Okzitanisch, Bressola für Katalanisch und A.B.C.M. Zweisprachigkeit für das Elsässerditsch und das Lothringer Platt, Das Institut bildet Lehrkräfte parallel zum offiziellen Ausbildungssystem des französischen Bildungsministeriums aus. Regional sind in diesem Kontext regionale Einheiten wie zum Beispiel Üsbeldung, das Ausbildungszentrum für die A.B.C.M. Zweisprachigkeit Schulen im Elsass und in Lothringen entstanden.
Source : A.B.C.M. Zweiprachigkeit







Leave a Reply